Personalwirtschaftliche Risiken
- Unsere hoch qualifizierten Mitarbeiter und Führungskräfte bilden die Grundlage für die Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte, die Vermarktung und Bereitstellung von Dienstleistungen für vorhandene Produkte, die erfolgreiche Führung der Geschäftsabläufe der SAP und damit den wirtschaftlichen Erfolg. Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden, aber auch neue hoch qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen, ist für uns von größter Bedeutung. Da alle Unternehmen um hervorragend qualifizierte Spitzenkräfte konkurrieren, ist der Markt für diese Mitarbeiter hart umkämpft. Wettbewerbsverschärfend wirkt dabei die wachsende Nachfrage nach hoch qualifizierten und erfahrenen Fachkräften (zum Beispiel Experten für IT und Beratung). Sollte eine Vielzahl dieser Mitarbeiter in kurzem Abstand das Unternehmen verlassen und sollten wir keinen entsprechenden Ersatz finden, könnten unsere Geschäfte beeinträchtigt werden. Vor dem Hintergrund eines verstärkten Wettbewerbs um hoch qualifizierte Arbeitskräfte in der IT-Branche gibt es trotz unserer attraktiven Zusatzleistungen keine Garantie dafür, dass wir in der Lage sind, entscheidende Leistungsträger langfristig an uns zu binden. Allerdings sehen wir aufgrund unserer Attraktivität als Arbeitgeber auch für 2008 wieder ausgezeichnete Chancen, hervorragend qualifizierte Spitzenkräfte mit Potenzial zur Steigerung des Geschäftserfolgs der SAP einstellen zu können. Qualifizierungsangebote und Weiterbildungsmaßnahmen, die unter anderem auch eine umfassende Nachfolgeplanung beinhalten, sowie Zusatzleistungen (leistungsbezogene Vergütungssysteme, arbeitgeberfinanzierte Altersversorgung, langfristig angelegte Anreizprogramme) sollen diesem Risiko entgegenwirken. Hinzu kommen die gezielte Förderung von Führungskompetenzen durch die Weiterbildung von Führungskräften, Mentoren- und Coachingprogramme sowie besondere Angebote für Spitzenkräfte. Daher schätzen wir das Risiko einer spürbaren Beeinträchtigung der Geschäftsentwicklung durch das Ausscheiden wichtiger Führungskräfte und Mitarbeiter derzeit als gering ein.
Organisations- und Governance-Risiken
- Als in Deutschland ansässige und an einer US-amerikanischen Börse notierte Aktiengesellschaft unterliegt SAP den Rechtsvorschriften zur Unternehmensführung sowohl des deutschen als auch des US-amerikanischen Rechtssystems. So haben wir, wie eingangs erwähnt, in den Jahren 2006 und 2007 die Funktionsfähigkeit unserer Kontrollsysteme nach den Bestimmungen des Sarbanes-Oxley Act geprüft. Dennoch kann es trotz größter Bemühungen unsererseits keine Gewähr dafür geben, dass es nicht zu Mängeln bei der Einhaltung bestimmter Vorschriften kommt, zum Beispiel durch betrügerisches oder nachlässiges Verhalten einzelner Mitarbeiter. Aufgrund einer Vielzahl unternehmensinterner Kontrollen erachten wir es als unwahrscheinlich, dass wesentliche Fälle dieser Art in Zukunft eintreten, können dies jedoch nicht vollständig ausschließen. Auftretende Fälle könnten sich in erheblichem Maße negativ auf unser Ansehen und damit auf unsere Geschäfts- und Aktienkursentwicklung auswirken, auch wenn eine exakte Quantifizierung des Risikos aufgrund der Vielzahl an möglichen Verstößen mit unterschiedlichem Ausmaß schwierig ist. Wir halten uns stets über neue gesetzliche Anforderungen auf dem Laufenden und sorgen dafür, dass unsere Mitarbeiter die vorgeschriebenen Standards und unseren Verhaltenskodex (Code of Business Conduct) kennen und einhalten. Im Jahr 2007 haben wir all unsere Programme, die sich auf die Einhaltung von Richtlinien (Compliance) beziehen, in einem zentralen Global Compliance Office zusammengeführt. Ein Chief Global Compliance Officer wurde eingesetzt, um die Einführung unserer Richtlinien sowie entsprechende Weiterbildungs- und Umsetzungsmaßnahmen unternehmensweit zu koordinieren. Die Umsetzungsmaßnahmen werden überwacht und dokumentiert, um Trends zu ermitteln, Risiken zu analysieren und eine einheitliche Anwendung der Richtlinien im gesamten Unternehmen zu gewährleisten.
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