Marktrisiken
Infolge von Unternehmenszusammenschlüssen, des Erfolgs neuer Entwicklungsmodelle wie der serviceorientierten Architektur (SOA) und neuer Bereitstellungsmodelle wie Software as a Service (SaaS) könnten unsere Mitbewerber Marktanteile hinzugewinnen. In diesem Zusammenhang dringen Großunternehmen wie IBM und Microsoft in unseren Kernmarkt ein und stehen im Bereich SOA im direkten Wettbewerb mit uns. Unsere Wettbewerber arbeiten derzeit untereinander oder mit Drittanbietern zusammen oder könnten solche Kooperationsbeziehungen in Zukunft aufbauen, um ihre Produkte noch gezielter auf die Anforderungen der Kunden abzustimmen. Hieraus können neue Bündnisse zwischen Konkurrenten entstehen, die binnen kurzer Zeit Marktanteile zu unseren Lasten gewinnen. Als mögliche Folge können Umsatzeinbußen aufgrund der Unsicherheit der Kunden und eines erheblich verschärften Wettbewerbs durch stärkere, etablierte Unternehmen oder neue Mitbewerber genannt werden. Demgegenüber sind wir davon überzeugt, dass wir mit unserem organischen Wachstum und einem wettbewerbsfähigen SaaS-Angebot für den Mittelstand über die richtige Strategie für dieses Wettbewerbsumfeld verfügen. Wir halten daher eine signifikante Beeinträchtigung unseres erwarteten Geschäftsergebnisses durch spürbare Marktanteilszuwächse unserer direkten Konkurrenten zu unseren Lasten derzeit für unwahrscheinlich. Vielmehr sehen wir in der derzeitigen Konsolidierungsphase der IT-Branche eine Chance zu einer weiteren Stärkung unserer Marktstellung. Wir können jedoch nicht ausschließen, dass durch einen verschärften Preisdruck am Markt die Gewinnsituation signifikant beeinträchtigt werden kann.
Die anhaltende Tendenz zur Ausgliederung von Geschäftsprozessen (Business Process Outsourcing, BPO) und der damit verbundene Markteintritt von Systemintegratoren, Beratungsfirmen, Telekommunikationsfirmen, Anbietern von Computerhardware und anderen IT-Dienstleistern kann zu einer Verstärkung des Wettbewerbs führen. Die wahrgenommene Wertschöpfung durch SAP-Produkte kann bei den Endkunden in dem Maße schwinden, in dem BPO-Anbieter ihre Dienstleistungen mit SAP-Anwendungen bündeln oder diese Dienstleistungen mithilfe von Fremdanwendungen bereitstellen. Da der Großteil unserer erzielten Erlöse gegenwärtig aus Lizenzverträgen stammt, die direkt mit Endkunden abgeschlossen werden, könnte sich ein verstärkter Trend zur Auslagerung von Geschäftsprozessen negativ auf unsere Umsatzerlöse und Ergebnisse auswirken. Darüber hinaus kann die Bereitstellung von Anwendungen durch Application Service Providers (ASP) oder über andere SaaS-Modelle zu einem Preisdruck bei SAP-Produkten führen oder den Verkauf von SAP-Produkten anderweitig negativ beeinflussen. Wir begegnen diesen Risiken aktiv, indem wir ein strukturiertes BPO-Partnerprogramm mit wachsendem Geschäftserfolg sowie eigene On-Demand-Geschäftsmodelle und -Produktangebote, wie SAP Business ByDesign, entwickelt haben. Unter Berücksichtigung dieser Maßnahmen schätzen wir für die absehbare Zukunft das Risiko einer signifikanten Beeinträchtigung unserer Umsätze und Ergebnisse durch konkurrierende BPO-Anbieter und SaaS-Modelle nach wie vor als unwahrscheinlich ein.
Einen erheblichen Anteil unserer Umsatzerlöse generieren wir aus unserer großen Bestandskundenbasis. Im Falle nachlassender Zufriedenheit könnten sich unsere Bestandskunden entscheiden, ihre Wartungsverträge nicht zu verlängern, keine neuen Lizenz- oder sonstigen Verträge für weitere Produkte oder Dienstleistungen abzuschließen oder den Umfang ihrer Wartungsverträge herunterzustufen. Dies könnte unsere Umsätze und Ergebnisse signifikant beeinträchtigen. Auf Grundlage unserer sehr soliden Geschäftsentwicklung im Bestandskundengeschäft in den vergangenen Geschäftsjahren und unserer sowohl bei Analysten als auch bei Kunden anerkannten, zukunftsweisenden Technologiestrategie erscheint dies unwahrscheinlich. Darüber hinaus wird die Zufriedenheit unserer Kunden weltweit genau beobachtet, damit wir Tendenzen frühzeitig erkennen und vorbeugende Maßnahmen ergreifen können.
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