Finanzmanagement
Globales Finanzmanagement wird zentral gesteuert
Wir verfügen über ein zentrales Finanzmanagement für die globale Liquiditätssteuerung sowie für das Zins- und Währungsmanagement.
Wichtigstes Ziel ist es, eine Konzernmindestliquidität sicherzustellen. Hierzu nehmen die meisten SAP-Gesellschaften an einem zentralen Cash Management teil. Die liquiden Mittel werden konzernweit zusammengefasst, überwacht und nach einheitlichen Grundsätzen investiert. Mit einem hohen Bestand an liquiden Mitteln und Wertpapieren als strategischer Liquiditätsreserve verbessern wir unsere Flexibilität, Sicherheit und Unabhängigkeit. Über eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von 1 Mrd. € sowie weitere bilaterale Kreditlinien können wir im Bedarfsfall zusätzliche Liquiditätspotenziale nutzen.
Ein liquiditäts- und risikoorientiertes Zinsmanagement in Verbindung mit einer konservativen Anlagestrategie steht im Vordergrund des globalen Finanzmanagements. Die Liquiditätsreserve steht uns überwiegend kurzfristig zur Verfügung. Geld- und kapitalmarktbedingte Schwankungen der Zinssätze beeinflussen unser Zinsergebnis.
Auch das Währungsmanagement erfolgt zentral, wobei wir das Währungsexposure (offene, das heißt nicht kursgesicherte Positionen) auf der Basis von Bilanzpositionen und erwarteten Zahlungsströmen in unterschiedlichen Währungen wöchentlich ermitteln und bei Bedarf durch geeignete derivative Finanzinstrumente absichern. Wir setzen derivative Finanzinstrumente nicht zu spekulativen Zwecken ein.
Risikominimierung durch Finanzinstrumente
Unsere Vertriebsgesellschaften entrichten monatlich an den Lizenzgeber, das Mutterunternehmen SAP AG, eine Lizenzgebühr, die sich nach den erwirtschafteten Software-, Wartungs- und Subskriptionsumsätzen bemisst. Um Währungsschwankungen dieser meist in lokaler Währung erfolgenden Zahlungen zu kompensieren, schließen wir Devisentermingeschäfte ab, die in der Regel eine Laufzeit von bis zu 15 Monaten haben. Alle von uns abgeschlossenen Währungssicherungsgeschäfte beziehen sich ausnahmslos auf entsprechende Grundgeschäfte.
Das Vergütungssystem der SAP sieht neben dem Festgehalt auch variable, am Aktienkurs orientierte Vergütungsbestandteile vor. In diesem Zusammenhang bieten wir unter anderem das Stock-Appreciation-Rights-(STAR-) Programm an, das den über einen definierten Zeitraum erzielten Gegenwert von Kurssteigerungen an unsere Mitarbeiter weitergibt. Um das entsprechende Kursrisiko teilweise abzusichern, bedienen wir uns derivativer Finanzinstrumente, die von unabhängigen Kreditinstituten zur Verfügung gestellt werden. Dabei unterliegen sämtliche Vertragsabschlüsse mit Kreditinstituten intern festgelegten Anforderungen an die Bonität der jeweiligen Kreditinstitute. Detaillierte Informationen zum Einsatz von Sicherungsinstrumenten befinden sich im Anhang zum Konzernabschluss.
Vorschriften für den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten sowie weitere Regelungen und Prozesse im Bereich des Finanzrisikomanagements haben wir in einer weltweit für alle Konzerngesellschaften der SAP-Gruppe gültigen Treasury-Richtlinie zusammengefasst.
Geringer Verschuldungsgrad
Unser Verschuldungsgrad, also der Quotient aus Fremdkapital und Bilanzsumme, stieg im Jahr 2007 von 35% im Vorjahr auf 37% (2005: 36%). Unsere überwiegend eigenkapitalbasierte Finanzierung schlägt sich unter anderem darin nieder, dass die Bankverbindlichkeiten zum Ende des Berichtsjahres lediglich 0,26% der Bilanzsumme betrugen (2006: 0,28%; 2005: 0,27%). Die Eigenkapitalkosten des Konzerns sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen.
Der durchschnittliche Zinssatz für verschiedene Bankkredite mit Festzinsvereinbarungen betrug zum 31. Dezember 2007 8,03% (2006: 8,08%; 2005: 7,22%). Hierbei handelt es sich überwiegend um kurzfristige Darlehen, die Tochterunternehmen in verschiedenen Fremdwährungen aufgenommen haben, in denen ein anderes Zinsniveau herrscht.
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