(25) Derivative Finanzinstrumente
Um das Risiko aus Währungsschwankungen und das Risiko aus künftigen Cashflows, die im Zusammenhang mit dem STAR-Programm stehen, und aus variablen Zinsvereinbarungen zu begrenzen, nutzen wir derivative Finanzinstrumente. Die Buchwerte der derivativen Finanzinstrumente der SAP stellen sich wie folgt dar:
| Mio. € | 2007 | 2006 |
| Vermögenswerte | ||
| Derivative Finanzinstrumente ohne Sicherungscharakter | 60 | 15 |
| – davon Devisentermingeschäfte | 59 | 15 |
| – davon Zinsswaps | 1 | 0 |
| Derivative Finanzinstrumente mit Sicherungscharakter (Accounting-Hedge) |
87 | 189 |
| – davon Devisentermingeschäfte | 29 | 18 |
| – davon Aktienoptionen (STAR-Hedge) | 58 | 171 |
| Verbindlichkeiten | ||
| Derivative Finanzinstrumente ohne Sicherungscharakter | – 30 | – 10 |
| – davon Devisentermingeschäfte | – 30 | – 10 |
| Derivative Finanzinstrumente mit Sicherungscharakter (Accounting-Hedge) |
– 1 | – 2 |
| – davon Devisentermingeschäfte | – 1 | – 2 |
Devisentermingeschäfte
Als global tätiges Unternehmen sind wir im Rahmen unserer operativen Geschäftstätigkeit Risiken aus Wechselkursänderungen ausgesetzt. Hiervon betroffen sind Forderungen, Verbindlichkeiten und andere Bilanzposten in Fremdwährung sowie künftige auf Fremdwährung lautende Cashflows, die aus antizipierten Geschäftsvorfällen (inklusive konzerninterner Geschäftsvorfälle) resultieren.
Wir begegnen diesem Risiko, sofern es Bilanzposten betrifft, konzernweit in erster Linie mithilfe von Devisentermingeschäften. Wir bilanzieren die von uns verwendeten derivativen Finanzinstrumente normalerweise nicht als Teil der Sicherungsbeziehung.
Auch die antizipierten konzerninternen Cashflows in Fremdwährung, die aus konzerninternen Lizenzzahlungen resultieren, beinhalten ein Wechselkursrisiko. Die meisten Tochterunternehmen der SAP haben mit der SAP AG Lizenzverträge geschlossen, nach denen sie zur Vergabe von Lizenzen für Softwareprodukte der SAP AG an Kunden innerhalb eines bestimmten Gebiets berechtigt sind. Diese Verträge sehen grundsätzlich als Lizenzgebühr einen Prozentsatz der den Kunden in Rechnung gestellten Software- und Supportentgelte vor. Dieses Entgelt ist von den Tochterunternehmen innerhalb von 30 Tagen nach Ende des Monats, in dem die entsprechenden Umsätze realisiert wurden, an die SAP AG zu zahlen. Die Abrechnung der konzerninternen Lizenzgebühren erfolgt in der Regel in der lokalen Währung der jeweiligen Tochterunternehmen, um das Wechselkursrisiko bei der SAP AG in Deutschland zu zentralisieren. Dies führt zu einer Bündelung des Wechselkursrisikos bei der SAP AG in Deutschland, da die Lizenzen auf die jeweilige lokale Währung der Tochterunternehmen lauten, die funktionale Währung der SAP AG jedoch der Euro ist.
Um die erwarteten Zahlungen der Tochterunternehmen gegen die beschriebenen Wechselkursrisiken abzusichern, nutzen wir derivative Finanzinstrumente. Hierbei kommen in erster Linie Devisentermingeschäfte zum Einsatz. Abgesichert werden insbesondere erwartete Cashflows und bestehende konzerninterne Forderungen aus den Ländern, in denen wir umfangreiche Geschäfte tätigen. Hierzu gehören die USA, Großbritannien, Japan, die Schweiz, Kanada und Australien. Die Laufzeiten der eingesetzten derivativen Fremdwährungsinstrumente betragen üblicherweise höchstens 15 Monate. Sie werden gegebenenfalls erneuert, um eine ständige Deckung der zu erwartenden Lizenzzahlungen bis zum Zahlungseingang zu gewährleisten.
Wir sind der Ansicht, dass der Einsatz von Devisenderivaten die vorstehend beschriebenen, aus unserer Geschäftstätigkeit auf internationalen Märkten entstehenden Risiken reduziert und bedienen uns derartiger Instrumente ausschließlich zur Risikoabsicherung und nicht zu Spekulationszwecken.
Derivative Fremdwährungsinstrumente werden in der Konzernbilanz zum Marktwert angesetzt. Der Marktwert von Fremdwährungsinstrumenten entspricht dem Betrag, den wir erhalten würden oder zu zahlen hätten, falls die Derivate zum Berichtszeitpunkt aufgelöst würden. Der Wert der Derivate wird auf Basis der betreffenden Wechselkurse der Vertragsparteien, der entsprechenden aktuellen Wechselkurse sowie der einschlägigen Zinssätze berechnet. Gewinne oder Verluste aus Derivaten, welche die Kriterien des Cashflow-Hedgings erfüllen und als solche ausgewiesen sind, werden nach Abzug von Steuern direkt im Eigenkapital ausgewiesen. Die Position wird erfolgswirksam aufgelöst, sobald die zugrunde liegende Transaktion ausgeführt wird. Sobald Forderungen aus der konzerninternen Lizenzabrechnung von Software- und softwarebezogenen Leistungen ausgewiesen sind, werden entsprechende Gewinne oder Verluste aus den zugeordneten Derivaten vom übrigen comprehensive income/loss in die sonstigen Aufwendungen und Erträge umklassifiziert. Danach entstehende Gewinne und Verluste aus der Marktbewertung werden bis zum Ablauf oder bis zur vorzeitigen Glattstellung der Derivate direkt als sonstige betriebfremde Aufwendungen und Erträge realisiert.
In den Geschäftsjahren 2007 und 2006 wurden keine Gewinne und Verluste aus der Position Kumuliertes übriges comprehensive income/loss umgebucht, die daraus resultierten, dass Cashflow-Hedges beendet wurden, da der Eintritt der abgesicherten Transaktion als unwahrscheinlich anzunehmen war. Für diese Sicherungsgeschäfte wurden in den Jahren 2007 und 2006 keine Ineffizienzen verzeichnet. Vermutlich werden wir 21 Mio. € der Nettogewinne, die im Geschäftsjahr 2007 direkt im Eigenkapital ausgewiesen wurden, im Jahr 2008 ergebniswirksam ausbuchen. Alle Währungssicherungskontrakte, die zum 31. Dezember 2007 gehalten werden, haben eine maximale Laufzeit von 15 Monaten.
Währungssicherungskontrakte zur Absicherung von Wechselkursrisiken aus erwarteten Zahlungsströmen, welche die Kriterien eines Cashflow-Hedge nicht erfüllen, bilanzieren wir am jeweiligen Bilanzstichtag mit dem Marktwert. Veränderungen des Marktwertes werden unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

