A. Grundlagen des Konzernabschlusses
(1) Allgemeine Grundlagen
Der Konzernabschluss der SAP AG und ihrer Tochterunternehmen, im Folgenden als „wir“, „unser“, „die Gesellschaft“, „SAP“ oder „das Unternehmen“ bezeichnet, wurde nach den Vorschriften der US-amerikanischen Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) aufgestellt.
Wir sind ein internationales Unternehmen mit Sitz in Walldorf, Deutschland. Wir entwickeln, vermarkten und vertreiben verschiedene Softwarelösungen, darunter insbesondere betriebswirtschaftliche Softwarelösungen (Enterprise Application Software) für Unternehmen, öffentliche Einrichtungen, Bildungseinrichtungen und andere Organisationen. Wir bieten zudem Wartung sowie Beratungs-, Schulungs- und sonstige Dienstleistungen für unsere Softwarelösungen an (siehe auch Textziffer (28)).
Im 1. Quartal 2007 haben wir die Darstellung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung geändert und die in den Vorjahren ausgewiesenen Beträge an die neue Darstellung angepasst. Die zuvor als „Wartungserlöse“ bezeichneten Umsätze werden nun als „Supporterlöse“ gezeigt. Die als „Lizenzen und Wartung“ klassifizierten Erlöse heißen nun „Software- und softwarebezogene Serviceerlöse“. Schließlich wurde innerhalb der „Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse“ die neue Umsatzkategorie „Subskriptionen und sonstige softwarebezogene Serviceerlöse“ eingefügt. Dieser neue Posten beinhaltet Umsätze aus Subskriptionen, Softwareverpachtung, zeitlich befristeten Lizenzen, Hosting- und anderen On-Demand-Lösungen sowie sonstigen softwarebezogenen Leistungen. Die zuvor als „Serviceerlöse“ bezeichnete Erlöskategorie haben wir in „Beratungs-, Schulungs- und sonstige Serviceerlöse“ umbenannt. Zudem werden die Erlöse der sonstigen Services jetzt als zusätzlicher Posten innerhalb der Beratungs- und Schulungserlöse ausgewiesen. Ferner haben wir zahlreiche Aufwandskategorien neu klassifiziert und umbenannt, um die Entsprechung mit den neuen Erlöskategorien zu gewährleisten. Weitere Informationen enthält Textziffer (5).
Alle Beträge im Konzernabschluss sind – sofern im Einzelfall keine abweichende Währungseinheit angegeben ist – in Millionen Euro („Mio. €“) angegeben.
Im Laufe des Jahres 2007 haben wir uns entschieden, das Geschäft bestimmter Tochtergesellschaften zu verkaufen. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dieser Tochtergesellschaften zeigen wir in der Konzernbilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr als „zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte und Verbindlichkeiten“. Die Ergebnisse dieses Geschäftsbereiches für 2007 und die ausgewiesenen Vorjahre haben wir unter dem Posten „Ergebnisse aus nicht fortgeführten Geschäftsaktivitäten“ in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechung für alle dargestellten Geschäftsjahre separat dargestellt. In der Konzernkapitalflussrechung weisen wir in jeweils separaten Positionen den Mittelabfluss aus nicht fortgeführten Geschäftsaktivitäten für die Jahre 2005, 2006 und 2007 aus. Sofern nicht anders vermerkt, beziehen sich die Angaben des Anhangs auf fortgeführte Geschäftsaktivitäten. Eine Beschreibung der nicht fortgeführten Geschäftsaktivitäten befindet sich in Textziffer (11).
Wir agieren in einem dynamischen und sich schnell verändernden Geschäftsumfeld und sind damit Risiken und Unwägbarkeiten ausgesetzt, die nicht in unserem Einflussbereich liegen. Der größte Teil der Umsatzerlöse aus der Lizenzierung von Software und aus Dienstleistungen wird in Deutschland, den USA, Großbritannien und Japan erzielt. Eine dauerhaft schwache Wirtschaftsentwicklung in diesen oder auch anderen Ländern kann sich deshalb nachteilig auf unsere künftigen Umsatzerlöse und operativen Ergebnisse auswirken. Darüber hinaus tätigen wir in bedeutendem Umfang Vertragsabschlüsse in ausländischer Währung. Da der Euro die funktionale Währung der SAP AG ist, wird der Konzernabschluss in Euro dargestellt. Das daraus resultierende Fremdwährungsrisiko unterliegt einer ständigen Überwachung und ist Gegenstand unseres konzernweiten Fremdwährungsmanagements, im Rahmen dessen verschiedene Finanzinstrumente zum Einsatz kommen. Trotzdem können sich durch Fremdwährungsschwankungen, insbesondere in den Währungen US-Dollar, britisches Pfund, japanischer Yen, Schweizer Franken, kanadischer Dollar und australischer Dollar wesentliche Auswirkungen auf unsere Finanzlage und unser operatives Ergebnis ergeben.
