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Geschichte der SAP
1992-2001: Die Epoche des E-Business
| 1992 |
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Next Generation: 1992 erfolgt nach der erfolgreichen Installation bei
ausgewählten Pilotkunden die allgemeine Marktfreigabe für das System R/3.
Damit beginnt für die SAP eine neue Stufe ihres Wachstums.
Zwei mal zehn: Natürlich stehen auch die Feierlichkeiten zum 20. Geburtstag
auf dem Jahresprogramm. Anlässlich einer Festveranstaltung mit dem
baden-württembergischen Ministerpräsidenten Erwin Teufel wird das
Entwicklungs- und Vertriebszentrum der SAP eingeweiht. Um die vorhandene Infrastruktur
besser zu nutzen, werden die mittlerweile 15 SAP-Landesgesellschaften von Walldorf aus
gesteuert.
Wachsende Internationalisierung: Der Auslandsanteil am Gesamtumsatz von 831
Millionen DM erreicht knapp die 50-Prozent-Marke. Die Mitarbeiterzahl weltweit
beträgt zum Jahresende 3.157.
Vorbereitungen: Um für mögliche Akquisitionen oder Beteiligungen
gewappnet zu sein, erhöht die SAP das Grundkapital um weitere 15 Millionen DM auf
nunmehr 100 Millionen DM.
Gemeinsam zum Erfolg: Für die zu erwartenden hohen Installationszahlen
für das System R/3 verstärkt die SAP ihre Partnerstrategie: Unabhängige
Beratungshäuser - so genannte Logopartner - unterstützen Kunden bei der
Einführung von SAP R/3. |
| 1993 |
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Partnerschaft: 1993 beginnt die Zusammenarbeit der SAP mit Microsoft, dem
größten Softwarehersteller der Welt. Ein Ziel der Vereinbarung ist die
Portierung des Systems R/3 auf Windows NT. Die SAP beteiligt sich darüber hinaus
an IXOS um u.a. die elektronische Archivierung von Originaldokumenten gemeinsam zu
entwickeln und zu vermarkten.
Internationale Expansion: Mit dem Aufbau eines Entwicklungszentrums in Foster
City/Kalifornien (USA) ist die SAP nun auch nahe dem Silicon Valley präsent. In
der Tschechei wird die 18. SAP-Auslandsgesellschaft gegründet.
Technologie: Den japanischen Markt kann die SAP mit einer SAP-R/3-Version in
Kanji-Schriftzeichen beliefern. SAP R/3 wird auf die Hardwareplattform von SUN portiert
und ist nunmehr auf allen relevanten RISC-Plattformen lauffähig.
In Zahlen: Mehr als 3.600 Mitarbeiter erzielen einen Umsatz von 1,1 Milliarden
DM - erstmalig wird die Milliardengrenze überschritten. |
| 1994 |
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SAP R/3 und Microsoft: 1994 wird das System R/3 auf Windows NT für
den Markt freigegeben; bereits wenige Monate später nutzt ein Schweizer
Unternehmer SAP R/3 auf Windows NT produktiv.
Verstärkung im Handel: Mit dem Erwerb einer 52-prozentigen Beteiligung an
der DACOS Software GmbH stärkt die SAP ihre Entwicklungsarbeiten an einer
Handelslösung des Systems R/3.
In fernen Ländern: Mit Präsentationen in Peking, Shanghai und Tianjin
beginnt die SAP ihre Marktaktivitäten im chinesischen Markt. Die 19.
internationale Gesellschaft wird in Mexico City eröffnet.
Partner sind auch Kunden: Die IBM Cooperation, langjähriger Partner der
SAP, nutzt das System R/3 auch weltweit für die Steuerung der
Unternehmensprozesse. Der IBM-Vertrag ist der größte in der mittlerweile
23-jährigen Geschichte der SAP.
Kennzahlen: Der Umsatz beträgt 1,8 Milliarden DM, davon stammen 34,3
Prozent aus Amerika. Am Jahresende sind 5.229 Mitarbeiter bei der SAP
beschäftigt. |
| 1995 |
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Offensiv in den Mittelstand: 1995 beginnt die SAP in Deutschland mit
verstärkten Vertriebsaktivitäten im Mittelstandsmarkt. Dabei setzt die SAP
auf die Zusammenarbeit mit Systemhäusern.
Kunden setzen auf SAP: Die amerikanische Burger King, Inc. ist der 1.000ste
Kunde im Bereich Personalwirtschaft. Mit Microsoft setzt ein weiteres
High-Tech-Unternehmen auf das System R/3. Die Deutsche Telekom AG entscheidet sich
für das System R/3; mit 30.000 SAP-R/3-Arbeitsplätzen handelt es sich um den
bis dato größten Vertrag in der Firmengeschichte. Zugleich arbeitet die
Deutsche Telekom AG in einem gemeinsamen Joint-Venture mit der SAP an einer
Branchenlösung für den Telekommunikationsbereich.
Erfolge am Kapitalmarkt: Die Aufnahme der SAP-Aktie in den Dax und die
Umstellung des Mindestnennwerts auf DM 5 beflügeln die SAP-Aktie. Wenig
später wählt das manager magazin die SAP zum Unternehmen des Jahres. Die fast
7.000 Mitarbeiter erwirtschaften einen Umsatz von 2,7 Milliarden DM. |
| 1996 |
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SAP goes Internet: 1996 stellt die SAP gemeinsam mit Microsoft ihre
Internetstrategie vor. Über offene Schnittstellen können Internet-Anwendungen
mit dem System R/3 gekoppelt werden. Als neue Plattform steht den Kunden auch die
AS/400 von IBM zur Verfügung.
Auszeichnungen: Die Vereinigung der europäischen Wirtschaftsjournalisten
wählt die SAP zum Unternehmen des Jahres. Bereits zum dritten Mal wird die SAP vom
manager magazin als Unternehmen des Jahres ausgezeichnet.
Namhafte Kunden: Mit Coca-Cola entscheidet sich der größte Hersteller
von Softdrinks für den Einsatz von SAP R/3.
Hohe Präsenz: Zahlreiche Kundenveranstaltungen der SAP setzen neue
Höchstmarken: Auf der europäischen SAPPHIRE '96 in Wien informieren sich
4.300 Kunden und Interessenten über Produkte und Strategie der SAP; auf der
amerikanischen SAPPHIRE zählt die SAP über 8.000 Teilnehmer. Die erste
SAPPHIRE in Japan verzeichnet mehr als 5.000 Besucher.
Fakten: Der Umsatz beträgt 3,7 Milliarden DM, am Jahresende sind 9.202
Mitarbeiter bei der SAP beschäftigt. |
| 1997 |
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Ein Viertel Jahrhundert: 1997 feiert die SAP ihr 25-jähriges
Bestehen. Zu den Gratulanten bei dem Festakt in Mannheim zählt auch Bundeskanzler
Dr. Helmut Kohl.
Erfolgsjahr: Das Jubiläumsjahr 1997 wird zum besonderen Erfolgsjahr.
Erstmals übersteigt das Geschäftsergebnis vor Steuern mit rund 1,6 Milliarden
DM die Milliarden-Mark-Grenze. Der Umsatz steigt um 62 Prozent auf 6,02 Milliarden DM,
der Auslandsanteil beträgt 81 Prozent. Die Mitarbeiterzahl erhöht sich um 40
Prozent auf fast 13.000 Mitarbeiter.
SAP R/3 kommt an: Namhafte Kunden wie die Deutsche Post AG, Daimler-Benz oder
General Motors entscheiden sich für die R/3-Lösung. Insgesamt arbeiten mehr
als 2 Millionen Anwender mit Lösungen der SAP. Termingerecht stellt die SAP Ende
des Jahres das Release 4.0 des Systems R/3 fertig und liefert es an Pilotanwender
aus.
Weitere Internationalisierung: Der Gang an die Börse in New York (NYSE)
wird für das dritte Quartal 1998 geplant und beschlossen. Dies soll vor allem den
Bekanntheitsgrad und die Präsenz am größten und wichtigsten Markt
für Informationstechnologie erhöhen und die Beziehungen zu Aktionären
verbessern. |
| 1998 |
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Führungswechsel: Dietmar Hopp und Klaus Tschira, zwei der Gründer
der SAP, geben im Februar ihre Entscheidung bekannt, aus dem Vorstand des Unternehmens
auszuscheiden. Beide wechseln im Mai in den Aufsichtsrat, Dietmar Hopp übernimmt
dort den Vorsitz. Zum zweiten Vorstandssprecher neben SAP-Gründer Hasso Plattner
beruft der Aufsichtsrat Henning Kagermann.
SAP goes NYSE: Am 3. August 1998 erscheinen die Buchstaben SAP erstmals am "big
board" der New York Stock Exchange, der größten Börse der Welt. Als
einen "notwendigen und konsequenten Meilenstein in der Geschichte der SAP" bezeichnet
Vorstandsprecher Hasso Plattner die Börseneinführung an der Wall
Street.
EnjoySAP: Mehr als 15.000 Kunden, Partner und Interessenten kommen zur 10.
SAPPHIRE USA in Los Angeles - so viel wie noch nie. Die Messe steht ganz im Zeichen von
"EnjoySAP", der neuen strategischen Ausrichtung des Unternehmens, die ganz gezielt den
Anwender in den Mittelpunkt stellt. Leichter zu erlernen, schneller zu bearbeiten und
einfacher anzupassen - SAP-Software orientiert sich an den Bedürfnissen des
Anwenders, nicht umgekehrt.
Verstärkung: 1998 werden bei der SAP die Weichen für die Fortsetzung
des Erfolgs gestellt. Garant für diesen Erfolg sind nach wie vor motivierte und
qualifizierte Mitarbeiter. 6.500 neue Mitarbeiter werden 1998 weltweit gewonnen - ein
Wachstum von 50 Prozent. Ende des Jahres zählt die SAP mehr als 19.000
Mitarbeiter. Der Umsatz beträgt im Geschäftsjahr 1998 4,3 Milliarden
Euro. |
| 1999 |
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Revolution mySAP.com: Im Mai kündigt Vorstandssprecher Hasso Plattner
die neue Strategie mySAP.com an und läutet damit eine komplette Neuausrichtung des
Unternehmens sowie seines Produktangebots ein. mySAP.com verbindet
E-Commerce-Lösungen mit den bestehenden ERP-Anwendungen auf Basis modernster
Webtechnologie.
Individuell dank Enjoy: Basis des Erfolgs von mySAP.com ist die bereits 1998
gestartete Initiative "EnjoySAP", die das Design der SAP-Software auf den neuesten
Stand in Sachen Benutzerfreundlichkeit gebracht hat. Im Sommer durchgeführte
Studien der Universität Mannheim belegen die erreichten Zeiteinsparungen bei
Schulung und Anwendung mit deutlichen Zahlen.
Neues Selbstverständnis: Nicht nur die Produkte, auch das
Selbstverständnis des Unternehmens SAP wandelt sich mit mySAP.com.
Äußere Zeichen einer noch effektiveren Kundenorientierung im
Internet-Zeitalter sind eine Reorganisation der Vorstandsbereiche und die
Neugründung der deutschen Internet-Tochter e-SAP.de.
Große Erfolge: Bereits im Oktober zählt die SAP erste mySAP.com
Kunden, wie etwa den FC Bayern München oder den Finanzdienstleister MLP. Weitere
große Konzerne schließen sich im November und Dezember an. Unter ihnen
Hewlett-Packard, die Ford-Tochter Visteon und der Pharmakonzern Hoechst Marion
Roussel.
Kennzahlen: Die mehr als 20.000 Mitarbeiter erwirtschaften im Geschäftsjahr
1999 einen Umsatz von 5,1 Milliarden Euro. Fast 15 Prozent vom Umsatz werden in
Forschung und Entwicklung investiert. |
| 2000 |
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The new New Economy: Die SAP ist heute der weltweit führende
Anbieter von E-Business-Softwarelösungen, die Prozesse in Unternehmen und
über Unternehmensgrenzen hinweg integrieren. Weltweit ist das Unternehmen der
drittgrößte unabhängige Softwarelieferant. Die mehr als 24.000
Mitarbeiter in über 50 Ländern erwirtschaften im Geschäftsjahr 2000
einen Umsatz von 6,3 Milliarden Euro - das ist eine Steigerung von 23 Prozent
gegenüber dem Vorjahr.
Zusammenarbeit ohne Grenzen: Umfassende E-Business-Lösungen, innovative
Technologien und weitreichende Services vereinen sich in der zukunftsweisenden
E-Business-Plattform mySAP.com. Die E-Business-Plattform erlaubt Mitarbeitern, Kunden,
Lieferanten und Geschäftspartnern unternehmensübergreifend und erfolgreich
zusammenzuarbeiten - jederzeit und überall.
Internetmarktplätze und Portale: Die Auslagerung des Bereichs
Marktplatzlösungen in die Tochtergesellschaft SAP Portals und die Partnerschaft
mit Commerce One ermöglicht der SAP den Einstieg in die Welt der elektronischen
Marktplätze und Unternehmensportale.
Lösungsorientiert: Mit dem kontinuierlichen Ausbau des Produkt- und
Serviceportfolios wandelt sich SAP konsequent vom Komponenten- zum
Lösungsanbieter. Das wissen insbesondere weltweit führende Unternehmen zu
schätzen. So unterzeichnet Nestlé den bis dato größten Vertrag in
der Geschichte der SAP. |
| 2001 |
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Neuer Markt: Mit der Übernahme des israelischen Marktführers
TopTier erweitert die SAP das Lösungsangebot um Unternehmensportale. Der
Gründer von TopTier, Shai Agassi, übernimmt die Leitung dieses
Geschäftsfelds und wird ein Jahr später zum Vorstandsmitglied der SAP
berufen.
Aus Revolution wird Evolution: SAP erweitert die E-Business-Plattform mySAP.com
zu einer umfassenden Technologie für Unternehmensanwendungen. Mit der "mySAP
Technology" schafft die SAP eine Architektur, die Unternehmen die Integration
verschiedenster IT-Systeme gestattet.
Weiteres Wachstum: Die Blase der New Economy ist geplatzt. Der IT-Markt leidet
unter sinkenden Investitionen. Das Vertrauen der Kunden in SAP-Lösungen ist indes
ungebrochen. Erneut kann die SAP den Umsatz steigern - um 17 Prozent auf 7,3 Milliarden
Euro. |
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