Fragen und Antworten - Anleihen

Finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Debt Investor Relations.

  • Was ist ein Rating? Besitzt die SAP ein Rating?

    Ein Rating ist die Bewertung der Kreditwürdigkeit von Unternehmen - deren so genannte Bonität. Diese beschreibt die Fähigkeit und Bereitschaft eines Unternehmens, zukünftig seine Zins- sowie Tilgungsverbindlichkeiten termingerecht zu erfüllen.

    SAP hat ein langfristiges Emittenten-Rating von “A2” (Moody’s) und “A” (Standard & Poor’s).

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  • Warum hat SAP einen externen Ratingprozess durchgeführt?

    SAP war bereits in den letzten Jahren auf den Fremdkapitalmärkten aktiv. Basierend auf einem starken Finanzprofil, schnellen Tilgungen sowie einem proaktiven Liquiditätsmanagement haben wir einen sehr guten Ruf unter Fremdkapitalinvestoren erworben.

    Während SAP kontinuierlich erfolgreiche Transaktionen zu sehr attraktiven Konditionen durchgeführt hat, gibt uns ein externes Rating nun die Möglichkeit, den Zugang zu Investoren zu verbreitern und optimal von unserer hohen Kreditwürdigkeit zu profitieren. Ein externes Rating versorgt Investoren, Kunden und Lieferanten mit einem unabhängigen Urteil bzgl. SAPs Stärke und Stabilität als Geschäftspartner.

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  • Können Sie kurz Ihre Vorgehensweise bei der Finanzierung Ihrer Geschäftsbereiche bzw. Tochtergesellschaften beschreiben?

    Wir verfügen über ein zentrales Finanzmanagement, d.h. Finanzmittel sollen soweit wie möglich zentral beschafft und angelegt werden. Deshalb werden Tochtergesellschaften entsprechend ihrem Bedarf über konzerninterne Darlehen und/oder Cash Pooling Vereinbarungen finanziert.

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  • Welche Rolle spielen Kapitalstrukturüberlegungen / - optimierungen bei Ihrer künftigen Finanzierungsstrategie?

    Für SAP hat Liquidität immer höchste Priorität. Wir sind uns darüber bewusst, dass eine optimierte Kapitalstruktur mit einer etwas höheren Verschuldung möglicherweise eine leichte Reduzierung der Kapitalkosten bedeuten würde. Gerade im aktuellen Umfeld ist uns eine angemessene Liquiditätsausstattung bei einer moderaten Brutto-Verschuldung allerdings wichtiger.

    Zudem sind wir als Unternehmen, welches in einem Wachstumsmarkt tätig ist, darauf angewiesen, jederzeit Zugang zu dem Fremdkapitalmarkt zu haben, um aufkommende Wachstumschancen wahrnehmen zu können.

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  • Können Sie uns etwas zu Ihrem Bank Relationship Management sagen?

    Die Bankenpolitik der SAP zielt auf eine langfristige und beidseitig vorteilhafte Geschäftsbeziehung. Bankpartner, die uns mit signifikanten Kreditbeträgen zur Verfügung stehen, bilden unsere Kernbankengruppe. Innerhalb dieser Gruppe verteilen wir das Treasury-relevante Bankgeschäft auf einer kompetitiven Basis. Wir berücksichtigen dabei auch die jeweiligen Kernkompetenzen und –fähigkeiten der einzelnen Banken.

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  • Wie überwachen Sie die Bonität Ihrer Geschäftspartner im Bankenbereich?

    Neben der Ratingeinstufung sehen wir uns täglich die Entwicklung der CDS (Credit Default Swap) Spreads sowie der Aktienkurse unserer Banken an. Außerdem haben wir für jeden Geschäftspartner ein Kontrahentenlimit vergeben. Des Weiteren haben wir einen klar definierten Notfallplan, welcher im Falle plötzlicher und signifikanter Verschlechterungen der Kreditwürdigkeit unserer Geschäftspartner spezifische Maßnahmen vorschreibt.

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  • In welcher Höhe bestehen Kreditlinien?

    Wir verfügen derzeit über eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von 2,0 Mrd. € (Laufzeit bis November 2018 mit zwei einjährigen Verlängerungsoptionen). Die Kreditlinie umfasst 27 Banken und stärkt unsere finanzielle Flexibilität. Die Kreditlinie kann für allgemeine Unternehmenszwecke genutzt werden und ergänzt unsere bestehenden bilateralen Kreditlinien. Wir haben die Kreditlinie bisher nicht in Anspruch genommen und beabsichtigen dies aktuell auch nicht. Zusätzlich verfügte die SAP AG zum 31.12.2013 über bilaterale Kreditlinien in Höhe von 486 Mio. € (31.12.2012: 489 Mio. €). Zum 31. Dezember 2013 lag keine Inanspruchnahme der Kreditlinien durch die SAP AG oder durch eine ihrer Tochtergesellschaften vor.

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  • Wie haben Sie die Übernahme von SuccessFactors finanziert?

    Wir haben zur Finanzierung der Akquisition von SuccessFactors neben vorhandener Liquidität Anfang Dezember 2011 ein Akquisitionsdarlehen mit J.P. Morgan (Mandated Lead Arranger) über 1 Mrd. € vereinbart. Das Darlehen wurde im Januar 2012 mit 10 weiteren Banken erfolgreich syndiziert. Im Februar haben wir die vereinbarte Kreditlinie komplett in Anspruch genommen und im November 2012 komplett zurückgezahlt.

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  • Wie haben Sie die Übernahme von Ariba finanziert?

    Neben vorhandener Liquidität haben wir im Mai 2012 zusätzlich ein EUR 2.4 Mrd. Akquisitionsdarlehen mit der Deutschen Bank AG und J.P. Morgan (Mandated Lead Arrangers) aufgenommen. Das Akquisitionsdarlehen wurde mit vier weiteren Banken im Juni 2012 erfolgreich syndiziert. Aufgrund des günstigen Kapitalmarktumfeldes, gaben wir zwei Tranchen Eurobonds (EUR 1.3 Mrd.) und ein U.S. Private Placement (Privatplatzierung, USD 1.4 Mrd.) mit unterschiedlichen Laufzeiten zwischen drei und 15 Jahren heraus um unser Fälligkeiten Profil zu erweitern und zu optimieren. Mit den Erlösen der erfolgreichen Anleiheplatzierung zahlten wir den Ariba Akquisitionskredit im Dezember 2012 komplett zurück.

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  • Was bedeuten die Turbulenzen an den Finanzmärkten (z.B. Euro-Krise) für die Liquiditätssteuerung von SAP?

    Wir haben unsere Liquidität zu sehr großen Teilen bei der SAP SE zentralisiert. Die Liquidität ist auf eine große Anzahl von Geschäftspartnern verteilt und fast vollständig im kurzfristigen Bereich angelegt. Die Liquiditätsreserve besitzt für SAP eine hohe Priorität. Wir verfügen über eine tagesaktuelle Übersicht der Konzernliquidität und verfolgen einen sehr konservativen Ansatz auf der Geldanlageseite, durch ausschließlichen Einsatz von „Standard Instruments“ und kurzen Laufzeiten.

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  • Wie haben Sie die Übernahme von hybris finanziert?

    Wir haben ein Akquisitionsdarlehen über 1 Mrd. EUR und mit einer Laufzeit von einem Jahr vereinbart. Die Kreditfazilität wurde von der Deutschen Bank bereitgestellt und mit 12 weiteren Banken syndiziert. Das Darlehen wurde bis Dezember 2013 in voller Höhe zurückgezahlt.

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