| |
|
|
HOHE ANSPRÜCHE IM GESCHÄFTSJAHR 2003
|
Auch 2003 mussten Unternehmen erneut alle Kräfte mobilisieren.
Zu den Hauptthemen des Jahres gehörten Corporate Governance, die vollständige Ausrichtung
auf den Kunden und ein gesundes Kerngeschäft hierbei standen besonders Kostenkontrolle,
schlanke Prozesse und Effizienz im Vordergrund. Unternehmen setzten alles daran,
die Profitabilität durch effektivere Geschäftsabläufe zu erhöhen. Gleichzeitig wollten sie flexibel
genug sein, um die Chancen zu nutzen, die eine wirtschaftliche Erholung mit sich bringen würde.
Niemand zweifelte daran, dass sich diese Ziele nur mit Hilfe von Informationstechnologie erreichen
ließen. Doch gleichzeitig sollten sich IT-Investitionen schneller als in der Vergangenheit
bezahlt machen, und jedes Projekt wurde dahingehend kritisch geprüft. Was Unternehmen jetzt
und in Zukunft brauchen, sind Anwendungen, die reale Geschäftsprobleme lösen. Vorbei sind
die Zeiten, in denen Software Selbstzweck war. Entscheider bevorzugten deshalb überschaubare
Projekte mit geringem Risiko und schneller Rendite, was insgesamt zu erheblich kleineren
Abschlüssen führte. Diesen Trend konnte die SAP jedoch teilweise ausgleichen, indem sie die
Anzahl der Vertragsabschlüsse im Jahr 2003 um 13% steigerte.
Softwareanbieter waren doppelt im Zugzwang. Sie mussten ihre Lösungen
verstärkt weiterentwickeln, umdie Zukunft zu sichern und den gestiegenen Anforderungen
ihrer Kunden gerecht zu werden. Gleichzeitig fand eine starke Branchenkonsolidierung statt,
was im Bereich Unternehmenssoftware eine große Wirkung zeigte. Zwar sind jetzt weniger Wettbewerber
im Rennen, insgesamt hat sich der Konkurrenzkampf allerdings deutlich verschärft.
2003 standen wir unter einem bisher ungekannten Preisdruck, doch konnten wir von den guten,
langjährigen Beziehungen zu Kunden und unserem Image als verlässlicher Partner profitieren.
Während viele unserer Wettbewerber den Blick nach innen auf die eigene Organisation richteten
oder mit den Folgen von Fusionen und Übernahmen zu kämpfen hatten, konzentrierte sich
die SAP noch stärker auf die Bedürfnisse der Kunden. So haben wir beispielsweise unsere Ausgaben
für Forschung und Entwicklung gegenüber dem Vorjahr um9% erhöht obwohl unser
Schwerpunkt im Grunde auf der Steigerung der operativen Marge lag und überdies unsere
Lizenzumsätze unter starken Währungseinflüssen litten. Innovation für unsere Kunden das
ist unser Leitgedanke. Und dafür wurden wir vom Wall Street Journal Europe honoriert, das
der SAP den Europäischen Innovationspreis für unsere Entwicklung im Bereich Radio Frequency
Identification (RFID) verlieh.
Umstrukturierungen innerhalb des Unternehmens machten es uns möglich,
unsere Ziele konsequent zu verfolgen und flexibel auf das neue Kaufverhalten im IT-Markt zu
reagieren. Auch auf Führungsebene vollzog sich ein Wechsel: Hasso Plattner, Mitbegründer und
Vorstandssprecher der SAP, zog sich aus dem Tagesgeschäft zurück, um sich nunmehr auf die
mittel- und langfristige Ausrichtung des Unternehmens zu konzentrieren. Der Übergang verlief
reibungslos, und das Unternehmen folgt weiterhin der Strategie, die Hasso Plattner und ich
während der fünf Jahre als gemeinsame Vorstandssprecher der SAP erarbeitet haben. In der
Hauptversammlung im Mai wählten Sie Hasso Plattner in den Aufsichtsrat, unmittelbar danach
wurde er zum Aufsichtsratsvorsitzenden ernannt. |
|