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Enterprise Services Architecture



SAP xAPPS

Im Jahr 2002 kündigte die SAP mit den funktionsübergreifenden SAP xApps eine neue Anwendungsgeneration an. Das Portfolio an SAP xApps beinhaltet hoch entwickelte Anwendungen, die leicht zu implementieren sind und bestehende IT-Investitionen erweitern.

Die SAP xApps demonstrieren, wie sich die Enterprise Services Architecture auf das Lösungsangebot der SAP anwenden lässt. SAP xApps sind flexible zusammengesetzte Anwendungen (Composite Applications), die Menschen, Informationen und Geschäftsprozesse zusammenführen, sowohl im eigenen Unternehmen als auch im gesamten Partnernetz. So können alle Beteiligten schneller auf Marktveränderungen reagieren.

Die erste Lösung, die die SAP aus dem Portfolio der SAP xApps auf den Markt brachte, war SAP xApp Resource and Program Management (SAP xRPM): eine umfassende Anwendung für die Realisierung und Verwaltung von Projekten. Sie synchronisiert Informationen und Prozesse aus dem Projektsystem, der Personalwirtschaft, dem Finanz- und Rechnungswesen und der Zeitwirtschaft – unabhängig davon, ob es sich dabei um SAP- oder Fremdsysteme handelt.

SAP NETWEAVER

Im Januar 2003 kündigte die SAP an, zukünftig alle Unternehmenslösungen entsprechend dem Konzept einer Enterprise Services Architecture zu entwickeln. Die Enterprise Services Architecture vereint drei Erfolgsfaktoren: die Erfahrung der SAP im Bereich Unternehmenssoftware, die Flexibilität von Web-Services und eine offene Technologie. So entstand ein Zukunftsmodell für vollständige und auf Web-Services beruhende Unternehmenslösungen.

Die technische Grundlage der Enterprise Services Architecture ist SAP NetWeaver, eine offene Integrations- und Anwendungsplattform und die SAP-Technologieplattform der nächsten Generation.

SAP NetWeaver ist die Basis für eine serviceorientierte Architektur in der gesamten IT-Landschaft. Die Plattform sorgt für eine Erfolg versprechende Nutzung bestehender IT-Systeme, senkt die Gesamtbetriebskosten und verringert die Komplexität. SAP NetWeaver unterstützt offene Standards und ist kompatibel mit zwei der führenden Entwicklungsstandards, Microsoft .NET und IBM WebSphere (J2EE).

Wirtschaftlich betrachtet, können Unternehmen mit SAP NetWeaver Veränderungen besser umsetzen, da das Zusammenspiel von Unternehmensstrategie und IT Investitionen optimiert wird. Auf SAP NetWeaver beruhende Anwendungen sind für den Wandel geschaffen, wobei Offenheit und Kompatibilität stets eine Voraussetzung sind. Mit SAP NetWeaver genießen Unternehmen den kurzfristigen Nutzen einer sofortigen Integration und den langfristigen Vorteil einer serviceorientierten Architektur.

Mit anderen Worten: Dank der flexiblen, schnellen und zukunftsfähigen Funktionen von SAP NetWeaver können Unternehmen ihre Strategie jederzeit problemlos an Marktveränderungen anpassen.

SAP liefert die Geschäftsplattform

SAP NetWeaver umfasst die folgenden Komponenten:

  • SAP Enterprise Portal (SAP EP) ist eine internetgestützte Portallösung, die unterschiedliche Informationen, Anwendungen und Services integriert und dadurch Zusammenarbeit, Knowledge Management und die Bereitstellung von Inhalten ermöglicht. Die Lösung bietet Benutzern den zentralen Zugriff auf alle Informationen im Unternehmen.
  • SAP Business Intelligence (SAP BI) ermöglicht Unternehmen, relevante Informationen zeitnah zu sammeln, zu analysieren und zu verteilen. Zu den Schlüsselfunktionen gehören das Data Warehousing, die mehrdimensionale Analyse von Informationen, die Erstellung und Gestaltung von Berichten sowie das Performance Management.
  • SAP Master Data Management (SAP MDM) ist ein standardisiertes Angebot, das die Einheitlichkeit von Daten im gesamten Lieferanten- und Kundennetz garantiert. Mit dieser Komponente können Unternehmen, die mit verschiedenen IT-Systemen arbeiten, alle Informationen konsolidieren, harmonisieren und zentral verwalten.
  • SAP Exchange Infrastructure (SAP XI) bietet offene Integrationstechnologien, die die Zusammenarbeit zwischen SAP- und Fremdsystemen im Unternehmen und darüber hinaus unterstützen. SAP XI beinhaltet die Funktionen Integration Broker und Business Process Management.
  • SAP Mobile Infrastructure (SAP MI) bildet die Grundlage aller Lösungen für die mobile Geschäftsabwicklung. Damit ist sie eine umfassende und sichere Plattform, die Unternehmen für den Mobilmarkt fit macht und zahlreiche mobile Szenarios unterstützt.
  • SAP Web Application Server (SAP Web AS) ermöglicht die Entwicklung und den Einsatz dynamischer Anwendungen und auf Web-Services beruhender Lösungen für die überbetriebliche Zusammenarbeit, und zwar unter Nutzung der bestehenden IT-Investitionen. SAP Web AS unterstützt die Programmiersprachen J2EE und ABAP.
  • SAP Auto-ID Infrastructure (SAP AII) bildet eine zusätzliche intelligente Schicht zwischen dem Lesegerät und der Anwendung. Damit lassen sich die über Etiketten, Sensoren und Lokalisierungssysteme gelesenen Echtzeit-Informationen sammeln, analysieren und verwalten. Über diese unterliegende Netzwerkschicht werden die Daten dann in Bestandsführungs- und Lagerverwaltungssysteme oder ein Data Warehouse übermittelt.
       
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