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      Home > Lagebericht > Ausblick 2004 > Voraussichtliche Entwicklung der SAP
       
 

Voraussichtliche Entwicklung der SAP

 

Für 2004 strategisch gut positioniert
Auch die SAP geht davon aus, dass im Jahr 2003 die konjunkturelle Talsohle erreicht wurde und für 2004 mit einer allmählichen Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und des Investitionsklimas zu rechnen ist. Mit mehr als 30 Jahren Erfahrung, einer breiten Kundenbasis, einem leistungsstarken Lösungsportfolio sowie einer starken strategischen Positionierung sieht sich die SAP für die beginnende Belebung der Konjunktur gut gerüstet.

  • Im Geschäftsjahr 2003 hat die SAP trotz des weiterhin schwierigen Marktumfelds ihre Position im Markt, vor allem in den USA, weiter ausgebaut. Dies stellt eine gute Ausgangslage dar, um den Marktanteil auch künftig zu erhöhen und gleichzeitig die operative Marge zu steigern.
  • Auf Grund der erwarteten Konsolidierung auf dem Markt für Unternehmenssoftware dürfte die Tendenz bei Kunden steigen, auf führende und finanzstarke Anbieter zu setzen. Dies ist für die SAP als einen der größten Anbieter von Vorteil.
  • Die Marktforscher von Gartner und SoundView sehen vor allem im IT-Geschäft mit dem Mittelstand noch ein sehr hohes Potenzial, das sich beispielsweise in den USA bereits ab 2004 mit Mehrausgaben um 7,6% manifestieren wird. Hier verfügt die SAP mit ihrem Lösungsportfolio für kleine und mittlere Unternehmen und dem Partnernetz für den Vertrieb über eine gute Position, um die kommenden Anforderungen bedienen zu können.

Fünf strategische Prioritäten für 2004
Für die strategische Ausrichtung des Unternehmens im Jahr 2004 hat der SAP-Vorstand fünf Schwerpunkte festgelegt:

  • Höchste Priorität hat das Unternehmenswachstum und dabei insbesondere das Wachstum des Softwaregeschäfts. Dabei ist es das Ziel, den konjunkturellen Aufschwung zu nutzen und wie in den Vorjahren stärker zu wachsen als der Markt.
  • Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf SAP NetWeaver. Die SAP will diese zukunftsweisende Lösung in ihrem Kundenstamm als wichtigste Integrations- und Anwendungsplattform etablieren. Das Ziel ist, im Jahr 2004 möglichst viele SAP-NetWeaver-Referenzkunden zu gewinnen.
  • Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf mySAP ERP. Hier gilt es, den Kunden zu verdeutlichen, dass mySAP ERP ein überlegener Nachfolger seines Vorgängers SAP R/3 ist.
  • Der Erfolg von mySAP CRM in den Vorjahren soll fortgesetzt werden. Die SAP will den Absatz dieser Lösung stark fördern und die Marktführerschaft im CRM-Markt festigen.
  • Im Mittelstandsmarkt will die SAP sowohl die Zahl der Kunden steigern als auch das Netzwerk der Partner im indirekten Vertrieb ausbauen. Dabei soll vor allem der Marktanteil in den Regionen EMEA und Amerika wachsen und das Partnernetz in der Region Asien/Pazifik vergrößert werden.

Operative Ziele: Erhöhung von Softwareumsatz und Profitabilität
In Erwartung einer voraussichtlich positiven Entwicklung der allgemeinen Wirtschaft und Branchenkonjunktur und auf Basis der eigenen strategischen Positionierung hat sich die SAP für das Geschäftsjahr 2004 die folgenden operativen Ziele gesetzt:

Das Umsatzwachstum – und hier insbesondere die Erhöhung der Softwareerlöse – hat bei der SAP im Jahr 2004 Priorität. Der Softwareumsatz soll daher um rund 10% gegenüber 2003 wachsen. Dabei erwartet die SAP vor allem in den USA sowie in der Region Asien/Pazifik überdurchschnittliche Wachstumsraten und in der Region EMEA eine Verbesserung im Jahresverlauf. Branchenbezogen sollen vor allem die Bereiche „Finanzdienste“ sowie „Öffentlicher Dienst und Verwaltung“ überdurchschnittlich zulegen. Außerdem erwartet die SAP ein deutliches Wachstum im Geschäft mit mittelständischen Kunden.

Auch wenn die SAP im Geschäftsjahr 2004 dem Unternehmenswachstum Vorrang einräumt, will sie an einem konsequenten Kostenmanagement festhalten und die weitere Verbesserung der Profitabilität nicht aus den Augen verlieren. Sie geht daher davon aus, ihre auf dem Betriebsergebnis vor aktienorientierten Vergütungen und akquisitionsbedingten Aufwendungen basierende Pro-forma-operative-Marge 2004 um 1 Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahreswert von 27% zu erhöhen. Ebenso erwartet die SAP, dass sich das Pro-forma-Ergebnis je Aktie, also das Ergebnis je Aktie vor Aufwendungen für aktienorientierte Vergütungen, akquisitionsbedingten Aufwendungen und Wertminderungen auf Minderheitsbeteiligungen, erhöht auf einen Wert zwischen 4,20 € und 4,30 €. Im Geschäftsjahr 2003 betrug der Wert 3,84 € . Dabei geht die SAP von einer effektiven Steuerquote von 37% aus.

Um dieses Umsatz- und Ergebniswachstum zu erreichen, plant die SAP, im Jahr 2004 mehr zu investieren als im Vorjahr, insbesondere in die Bereiche Vertrieb und Marketing sowie Forschung und Entwicklung. Die Gesamtmitarbeiterzahl soll um etwa 5% steigen, wobei die Zuwächse im Ausland größer sein dürften als in Deutschland. Um die Kostenstruktur weiter zu optimieren, will die SAP dabei einen signifikanten Teil der neuen Arbeitsplätze in Indien und China aufbauen, ohne jedoch dafür im Gegenzug an anderen Standorten Personal abzubauen. Außerdem soll vor allem in den USA die Zahl der Mitarbeiter zunehmen.

Diesen operativen Zielen liegen neben der Erwartung einer sich verbessernden Konjunktur verschiedene Prämissen zugrunde. Hierzu gehört die Annahme, dass das Kaufverhalten der Kunden im Rahmen der gewöhnlichen Saisonalität bleibt und somit das vierte Quartal wieder am umsatzstärksten wird. Weiterhin geht die SAP davon aus, dass die Kunden auch im Jahr 2004 eher in kleinere Projekte mit kurzer Implementierungszeit als in mehrjährige Großprojekte investieren. Allerdings erwartet die SAP, dass sich der durchschnittliche Auftragswert von Softwareverträgen im Jahresverlauf stabilisiert und insgesamt weniger stark sinkt als im Jahr 2003.

Die Umsatz- und Ergebnisziele berücksichtigen auch die voraussichtliche Entwicklung der verschiedenen für das SAP-Geschäft bedeutsamen Währungen: Dabei geht die SAP von einem Durchschnittskurs des Euro zum US-Dollar von 1,25 aus. Eliminiert man den Einfluss der Währungsveränderungen, indem man als Basis konstante, also gegenüber dem Vorjahr unveränderte Wechselkurse verwendet, erwartet die SAP ein Softwareumsatzwachstum von rund 15%, eine Steigerung der Pro-forma-operativen-Marge um rund 1,5 Prozentpunkte und ein Pro-forma-Ergebnis je Aktie zwischen 4,30 € und 4,40 €.

       
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