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      Home > Lagebericht > Ausblick 2004 > Voraussichtliche Branchenentwicklung
       
 

Voraussichtliche Branchenentwicklung

 

Leichtes Wachstum prognostiziert
Die Branche geht mit vorsichtigem Optimismus ins neue Jahr. Dies belegen die Umfragen der verschiedenen Branchenanalysten zu den im Jahr 2004 geplanten IT-Investitionen. Überdurchschnittlich stark sollen dabei die Ausgaben für Software und Dienstleistungen ansteigen.

  • Die Marktanalysten von Gartner Dataquest veröffentlichten Anfang November 2003 eine Wachstumsprognose der IT-Budgets für 2004 um 3,4%. Dies ist das Ergebnis einer unter etwa 2.000 IT-Entscheidern weltweit durchgeführten Umfrage.
  • Eine von Gartner gemeinsam mit SoundView durchgeführte Umfrage unter 600 Technologie-Einkäufern, deren Ergebnis im Dezember 2003 publik gemacht wurde, kam mit einem Anstieg der Technologieausgaben um 1,6% zu einem verhalteneren Ergebnis. Bei den Top-IT-Entscheidern in den USA zeigte sich dabei die Bereitschaft, im Jahr 2004 verstärkt in Anwendungssoftware zu investieren.
  • Laut ihrer Studie „Worldwide IT Spending Forecast 2004“ rechnen die Analysten von IDC damit, dass die IT-Ausgaben im Jahr 2004 um circa 4,5% steigen werden. Dabei sollen sich die Softwareausgaben um rund 5,7% auf insgesamt 194 Mrd. US$ erhöhen. Für Nordamerika prognostiziert IDC für 2004 einen etwas moderateren Anstieg bei den IT-Ausgaben von 3,9%. Für Westeuropa geht IDC von einem Zuwachs bei den IT-Ausgaben von etwa 2,5% aus. Als eine Region mit zweistelligem Wachstum sieht IDC „Asia Pacific Developing“, wozu unter anderem Länder wie China und Indien zählen. Für sie wird ein Anstieg bei den IT-Ausgaben um 14,4 % prognostiziert. In der Region „Rest of the World“ soll das Wachstumlaut IDC 10,0% betragen.
  • Das amerikanische Marktforschungsunternehmen AMR geht davon aus, dass in den USA innerhalb des nächsten Jahres der Bereich Unternehmenssoftware um 7% wachsen wird.
  • Eine Befragung von IT-Verantwortlichen in 100 US-Großunternehmen belegt eine deutliche Bereitschaft, im Jahr 2004 mehr in Software zu investieren. Die von Credit Suisse First Boston im November 2003 durchgeführte Umfrage ergab, dass 54% der Teilnehmer damit rechnen, ihre Ausgaben für Softwarelösungen zu erhöhen.
  • Für den IT-Markt in Westeuropa prognostiziert das European Information Technology Observatory (EITO) ein Wachstum von 2,2%. Laut EITO verlagert sich dabei die Nachfrage von Hardware zu Software und Beratungsleistung. So soll der westeuropäische Markt für Software im nächsten Jahr ein Plus von 4,6% verbuchen.

Experten prognostizieren mehrere Schwerpunktthemen
Nach Ansicht der Branchenexperten haben verschiedene Lösungen und Technologien im Jahr 2004 ein besonderes Potenzial:

  • Nachdem sich in den letzten zwei Jahren die IT-Ausgaben hauptsächlich auf die Kostenoptimierung konzentrierten, empfiehlt Gartner seinen Kunden, strategisch in die EDV zu investieren mit dem Ziel, zum Geschäftserfolg des Unternehmens beizutragen. Gartner sieht die zukünftige Aufgabe der EDV darin, bisher unabhängige operative Prozesse mit Managementprozessen zu verknüpfen. Damit beschleunigen Unternehmen ihre Entscheidungsprozesse, reagieren schneller auf Veränderungen und nutzen ihre Vermögenswerte effektiver. 43% der von Gartner befragten IT-Verantwortlichen gaben an, dass sie künftig die Aufgabe ihrer IT in der Optimierung von Geschäftsprozessen sehen. 34% betrachten den strategischen Einsatz von Business Intelligence als eine der vorrangigen Aufgaben. Zu den Technologien, deren Implementierung Unternehmen im nächsten Jahr erwägen sollten, zählt Gartner unter anderen Web-Services. Diese spielen bei der Transformation von Geschäftsprozessen eine zunehmend wichtige Rolle. Gartner geht davon aus, dass in Großunternehmen ab 2004 Web-Services die vorherrschende Methode sein werden, um neue Applikationen einzuführen und zu integrieren.
  • Nach IDC-Schätzungen wird der weltweite Markt für Analysesoftware wachsen und bis 2007 ein Volumen von 4,8 Mrd. US$ erreichen.
  • Nach Untersuchungen von IDC und Meta Group könnte dem CRM-Markt eine allmähliche Erholung mit stärkeren Wachstumsraten bevorstehen. IDC erwartet dabei im CRM-Bereich einen Zuwachs um durchschnittlich 12,9% pro Jahr. In einer offenen Internetumfrage von Meta Group gaben 75% aller Teilnehmer, meist Mitarbeiter großer US-Unternehmen, an, dass sie im Jahr 2004 genauso viel oder mehr in CRM investieren wollen als in den zwölf Monaten zuvor. Das Marktsegment Portallösungen, in dem sich die SAP als einer der führenden Anbieter etabliert hat, wird sich laut den Marktanalysten der Meta Group 2004 mit einem Umsatzwachstum von 150% sehr positiv entwickeln. Die Analysten der Gartner Group erwarten in diesem Marktsegment allerdings für 2004 ein Wachstum von nur 22%. Auch Lösungen für das Product Lifecycle Management (PLM) erfahren voraussichtlich einen Aufwärtstrend. Für dieses Marktsegment, das laut IDC im Zeitraum 2003 bis 2007 jährlich um circa 30% wachsen wird, bietet die SAP ihre Lösung mySAP PLM an. Im Segment Supplier Relationship Management, das die SAP ebenfalls abdeckt, geht IDC von einem Wachstum im Jahr 2004 von 5,4% aus.

Weitere Konzentration im IT-Markt erwartet
Es ist davon auszugehen, dass sich 2004 die Konsolidierung der IT-Industrie fortsetzen wird. Kleineren Softwareherstellern dürfte dann noch stärker die Rolle als Anbieter von Nischenprodukten zukommen. Die Analysten der Gartner Group rechnen laut einer Studie vom Dezember 2003 sogar damit, dass innerhalb der nächsten zwei Jahre mehr als die Hälfte der börsennotierten IT-Unternehmen vom Markt verschwinden werden und der Markt von wenigen großen Unternehmen dominiert wird.

       
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