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Geschäftsentwicklung bei der SAP
 

Strategische Positionierung gestärkt
Für das Geschäftsjahr 2003 hatte sich die SAP drei zentrale operative Ziele gesetzt: den Marktanteil weiter zu steigern und die operative Marge sowie den Gewinn je Aktie zu erhöhen. Um diese Ziele zu erreichen, ergriff die SAP zahlreiche Maßnahmen, vor allem in der Entwicklung und dem Vertrieb:

  • Um sich noch stärker an den Bedürfnissen der Kunden zu orientieren und die Effizienz der Entwicklung zu erhöhen, richtete die SAP ihren Entwicklungsbereich neu aus. Nachdem die Technologie-Entwicklung bereits im Februar 2003 unter der Leitung von Vorstandsmitglied Shai Agassi neu formiert wurde, fasste die SAP im Sommer 2003 sowohl die branchenspezifischen als auch die branchenübergreifenden Unternehmenslösungen in drei Einheiten, den „Business Solution Groups“ (BSGs), zusammen. Jede BSG wird von einem Mitglied des SAP-Vorstands oder der erweiterten Geschäftsleitung geführt. Diese Person hat die volle Geschäftsverantwortung für ihren Bereich und erhält Zielvorgaben für Umsatz, Produktqualität und Kundenzufriedenheit. Die drei neuen Business Solution Groups sind: BSG Manufacturing Industries, BSG Services Industries und BSG Financial & Public Services. Außerdem gründete die SAP die „Application Platform & Architecture Group“ (AP&A). Dieses Team wird Programmbausteine entwickeln, die in verschiedenen Komponenten der SAP-Lösungen verwendbar sind. Außerdem wird AP&A die Umsetzung der Enterprise Services Architecture vorantreiben. Die Enterprise Services Architecture beschreibt, wie Unternehmen eine Integrations- und Applikationsplattform nutzen können, um Geschäftsprozesse schnell und flexibel abzubilden und aufeinander abzustimmen.
  • Die im Herbst 2002 vorgestellten SAP-Lösungsangebote für mittlere und kleine Unternehmen, SAP Business One und mySAP All-in-One, fanden im Jahr 2003 weltweit Akzeptanz. Sie tragen dem Bedürfnis nach zuverlässigen Technologien Rechnung, die bei möglichst niedrigen Betriebskosten mit dem Unternehmen wachsen können. Um die Lösungsangebote für mittlere und kleine Unternehmen zu vertreiben und die Mittelstandskunden zu unterstützen, setzt die SAP neben dem eigenen Vertrieb auf ein Partnernetz, das 2003 erweitert wurde. Zu den weltweiten Vertriebspartnern für SAP Business One, die Lösung speziell für kleine Unternehmen, zählen beispielsweise IBM und American Express. SAP Business One ist derzeit in 25 landesspezifischen Versionen erhältlich und bei über 2.500 Kunden im Einsatz. Auch die Zahl unabhängiger Softwarehersteller, die funktionelle Erweiterungen und eigene Lösungen auf Basis von SAP Business One entwickeln, wächst. Für die Lösung mySAP All-in-One, die die SAP kleinen und mittleren Unternehmen mit komplexeren IT-Prozessen bietet, etablierte die SAP ein weltweites Vertriebsnetz von über 300 SAP-Partnern. Ende 2003 nutzten mehr als 4.600 Kunden über 310 branchenspezifische Lösungen, die auf mySAP All-in-One beruhen. Außerdem vermittelte die SAP innovative Finanzierungsmodelle, um insbesondere kleinen Unternehmen den Erwerb dringend benötigter IT-Lösungen zu erleichtern.
  • Die SAP brachte im Laufe des Jahres 2003 für ihre Softwarelösungen zahlreiche neue Versionen auf den Markt. Vor allem die neue Version 4.0 von mySAP Customer Relationship Management wartet mit einem deutlich breiteren Funktionsumfang auf und zählt mit zu den wichtigsten Produktneuheiten. Erweiterte Versionen präsentierte die SAP beispielsweise auch von mySAP Supply Chain Management und SAP Enterprise Portal.
  • Mit der Einführung der Integrations- und Applikationsplattform SAP NetWeaver wurde die technologische Basis der SAP-Lösungen gestärkt. SAP NetWeaver integriert heterogene IT-Systeme und führt Geschäftsprozesse, Informationen und Anwender unternehmensübergreifend zusammen. Verschiedene SAP-NetWeaver-Komponenten sind bei zahlreichen Kunden bereits im Einsatz. Hierzu gehören unter anderem SAP Business Information Warehouse und SAP Enterprise Portal.
  • Auf der Technologiekonferenz TechEd in Basel im September 2003 gab die SAP den Start der Partnerinitiative „Powered by SAP NetWeaver“ bekannt. Damit stellt die SAP Partnern und unabhängigen Softwareherstellern die Integrations- und Applikationsplattform SAP NetWeaver als Basis für die Entwicklung neuer Geschäftsanwendungen zur Verfügung.
  • Um Kunden bei der strategischen Planung, Einführung und dem Betrieb sowie der kontinuierlichen Verbesserung ihrer SAP-Applikationen zu unterstützen, hat die SAP das SAP Customer Services Network aufgebaut. Es zielt darauf ab, Kunden bei der Einführung von SAP-Lösungen mehr Servicequalität zu bieten sowie das Dienstleistungsangebot für Versionswechsel und Wirtschaftlichkeitsanalysen zu erweitern. Weiterhin gründete die SAP ein Global Customer Competence Center. Es soll Kunden helfen, SAP-Kenntnisse bei eigenen Mitarbeitern aufzubauen, um ihre Anwendungen zu unterstützen. Hierfür wird die SAP in enger Zusammenarbeit mit Kunden Zertifizierungsprogramme anbieten.
  • Die Bündelung ihrer lokalen Beratungseinheiten in einer globalen Organisation, SAP Consulting, hat die SAP vollendet.
  • Die SAP hat im Berichtsjahr eine Reihe wichtiger Kooperationsverträge abgeschlossen. So sieht eine Vereinbarung mit dem Beratungsunternehmen Accenture vor, dass künftig beide Unternehmen gemeinsam weltweit IT-Lösungen für Banken und Versicherungen entwickeln und vermarkten. Die im Oktober 2003 angekündigte strategische Partnerschaft mit dem deutschen IT-Unternehmen IDS Scheer AG hat das Ziel, eine gemeinsame Lösung für das Business Process Management anzubieten. Dazu wird die ARIS Process Platform von IDS Scheer mit SAP NetWeaver zusammengeführt und integriert. Mit dem Softwareunternehmen Adobe Systems Inc. schloss SAP eine strategische Kooperation für die Entwicklung und Vermarktung von in SAP-Lösungen integrierten Adobe-PDF- und Druckfunktionalitäten.
       
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