|
Investitionssicherheit hat Vorrang
Im Jahr 2003 stand für Unternehmen im Vordergrund,
ihre vorhandene IT-Landschaft zu optimieren und
zusätzlichen Nutzen aus den Systemen zu ziehen.
Dies bestätigt beispielsweise die regelmäßig durchgeführte
Anwenderbefragung „Project Barometer“ von IDC
im April 2003 zur Verwendung von IT-Budgets. Anstatt
– wie vor einigen Jahren noch üblich – ganze Unternehmensbereiche
komplett mit neuer Software auszurüsten, ging
der Trend auch im Jahr 2003 zum punktuellen und
am unmittelbaren Bedarf ausgerichteten Ausbau
der EDV. Realisiert wurden vor allem Projekte,
die sich kurzfristig und zu kalkulierbaren Kosten
umsetzen ließen und schnell einen hohen Return
on Investment (ROI) erzielen; also in kurzer Zeit
eine ausreichende Verzinsung des eingesetzten
Kapitals gewährleisten.
Auf Grund dessen achteten die Unternehmen auf eine Senkung der langfristigen
Gesamtkosten ihrer EDV-Ausstattung (Total Cost
of Ownership – TCO) und investierten vor allem
in Technologien, die IT-Systeme mit Hilfe durchgängiger,
unternehmensübergreifender Geschäftsprozesse effizienter
gestalten sowie bestehende Systemlandschaften
mit zukunftssicherer Technologie und übergreifender
Integration optimieren.
Infolge der sinkenden Nachfrage war die Softwarebranche
durch einen zunehmenden Preisdruck gekennzeichnet.
Außerdem führte die Investitionszurückhaltung
bei Unternehmenssoftware zu verstärkten Konsolidierungsbestrebungen
im Markt. Mit der im Juli bekannt gegebenen Übernahme
von J.D. Edwards & Company durch PeopleSoft, Inc.,
verschob sich das Gefüge bei den großen Anbietern
von Unternehmenssoftware. Der Versuch einer feindlichen
Übernahme von PeopleSoft, Inc., durch Oracle Corp.
brachte erhebliche Unsicherheit in den Markt und
führte nach Einschätzung der SAP vor allem in
den USA zu einem verstärkten Preisdruck. Nach
Erfahrung der SAP zeigt sich mehr denn je, dass
für Kunden bei der Wahl eines Softwareanbieters
Stabilität und Investitionssicherheit eine wichtige
Rolle spielen. Kunden setzen deshalb verstärkt
auf langfristige und auf Vertrauen basierende
Partnerschaften mit ihren Lieferanten und bevorzugen
dabei vermehrt Anbieter mit einem zukunftssicheren
Leistungsangebot.
Des Weiteren zeichnete sich im IT-Markt der Trend ab, dass Unternehmen bestrebt
sind, ihre IT-Strukturen zu vereinfachen. In Gesprächen
mit ihren Kunden hat die SAP die Erfahrung gemacht,
dass die Tendenz weiterhin zu homogenen Systemlandschaften
geht. Damit sollen vor allem hohe Kosten für den
Integrationsaufwand vermieden werden.
|