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Branchenentwicklung

 

Talsohle im IT-Markt erreicht
Analog zur allgemeinen wirtschaftlichen Lage entwickelte sich der weltweite IT-Markt. Auch hier korrigierten Branchenanalysten im Verlauf des Jahres ihre Prognosen nach unten. Die bereits im Jahr 2002 festgestellte Zurückhaltung der Unternehmen bei den IT-Investitionen setzte sich fort. Nach der Einschätzung der SAP wurden auch im Berichtsjahr IT-Budgets vielfach gekürzt, Investitionen in die Zukunft verschoben und der Trend des Vorjahres zu kleineren Geschäftsabschlüssen fortgesetzt.

Die Industrieanalysten beurteilten das Wachstum der Branche nicht einheitlich, jedoch waren insgesamt ihre Prognosen für das Jahr 2003 eher verhalten. Dazu trug vor allem die Entwicklung in Europa und Japan bei. Die Marktforscher von IDC revidierten ihre ursprünglichen Zahlen: Gingen sie im April 2003 noch von einem weltweiten Wachstum der IT-Ausgaben im Jahr 2003 um 2,3% aus, reduzierten sie diese Zahl im Juli des Berichtsjahres auf nur noch 1%. Auch Forrester Research korrigierte in der Mitte des Berichtsjahres seine Prognose der Wachstumsentwicklung für den IT-Markt im Jahr 2003 von 1,9% auf 1,3%. In den USA zogen jedoch laut einer Umfrage des Marktforschers AMR unter 200 Entscheidern die IT-Ausgaben im zweiten Halbjahr wieder an, im dritten Quartal beispielsweise um 4,3% im Vergleich zum Vorjahresquartal. Skeptischer äußerten sich US-amerikanische IT-Verantwortliche, die von Analysten der Investmentbank Merrill Lynch im dritten Quartal 2003 befragt wurden. Sie waren der Meinung, dass sich in den USA im Jahr 2003 die Ausgaben für Informationstechnologie zwar stabilisierten, jedoch kurzfristig nicht merklich steigen würden.

Für die Region Asien/Pazifik ohne Japan rechnete IDC basierend auf den IT-Ausgaben der ersten sechs Monate des Berichtsjahres mit einem Wachstum von 8,6% für 2003. Dabei ging IDC allerdings für Japan von einem Rückgang der IT-Investitionen um 1% aus. Für Westeuropa schraubte IDC ihre Prognosen im Jahresverlauf ebenfalls herunter. Schätzten die Analysten im April noch, dass die IT-Ausgaben in Westeuropa 2003 um 2% wachsen würden, gingen sie im Juli von einem Wachstum unter 1% aus. Das European Information Technology Observatory (EITO) prognostizierte für 2003 um 0,7% fallende Umsätze. Für Deutschland rechnete der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien (BITKOM) für 2003 mit einem Nullwachstum.

Im Laufe des Jahres mehrten sich jedoch auch in der IT-Branche die Anzeichen für eine zaghafte Belebung. Nach drei Jahren der Kaufzurückhaltung erreichte der Investitionsstau in den Unternehmen im Jahr 2003 einen vorläufigen Höhepunkt: Nach Ansicht der Marktanalysten von Gartner wurde 2003 bei den IT-Ausgaben die Talsohle erreicht. Für 2004 wird wieder mit einem stärkeren Wachstum gerechnet.

       
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