26. Übrige Rückstellungen
Die Steuerrückstellungen enthalten laufende Verpflichtungen
für das Geschäftsjahr 2003 sowie für Vorjahre in Höhe von
343.519 Tsd. € (2002: 482.947 Tsd. €) und passive latente Steuern
in Höhe von 111.980 Tsd. € (2002: 111.095 Tsd. €).
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt
zusammen:
Sonstige Rückstellungen, die erst nach mehr als einem Jahr
zahlungswirksam werden, belaufen sich zum 31. Dezember
2003 auf 92.961 Tsd. € (2002: 29.450 Tsd. €).
Rückstellungen für sonstige Verpflichtungen gegenüber
Mitarbeitern resultieren vor allem aus variablen ergebnisabhängigen
Bezügen, deren Auszahlung nach dem Bilanzstichtag
liegt. Enthalten sind ferner Rückstellungen für einmalige
Abfindungsvergütungen in Höhe von 11.307 Tsd. € (2002:
11.432 Tsd. €), die in verschiedenen Tochtergesellschaften auf
Grund gesetzlicher Vorschriften zu leisten sind, wenn ein Mitarbeiter
das Unternehmen wegen Kündigung oder Pensionierung
verlässt. Gemäß SFAS 87 „Employers’ Accounting for
Pensions“ gelten diese Abfindungspläne als leistungsorientierte
Pensionsverpflichtungen.
Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Lieferungs-
und Leistungsverkehr stellen Verpflichtungen im Zusammenhang
mit erhaltenen Lieferungen und erbrachten
Dienstleistungen dar, für die noch keine Rechnungsstellung
erfolgt ist. Rückstellungen für Garantie- und Serviceleistungen
betreffen Leistungen, die zukünftig im Rahmen der Garantiezeit
zu erbringen sind.
Die SAP gewährt für ihre Software eine Garantie für
einen Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten. Die Bewertung
der Garantierückstellung erfolgt mit den durchschnittlichen
Kosten, die der SAP im Rahmen der Erfüllung ihrer Garantieverpflichtungen
entstehen und die auf der Basis von Erfahrungswerten
ermittelt werden. Am 31. Dezember 2003 bestanden
Garantierückstellungen in Höhe von 7.600 Tsd. € (2002:
4.729 Tsd. €). Die Inanspruchnahme im Jahr 2003 betrug
2.317 Tsd. € (2002: 4.633 Tsd. €). Die Zuführung zur Garantierückstellung
betrug im gleichen Jahr 5.188 Tsd. € (2002:
4.762 Tsd. €).
Im Geschäftsjahr wurden Aufwendungen für unbenutzte Mietfläche
und Abfindungen im Rahmen von Restrukturierungen
erfasst. Die Aufwendungen für unbenutzte Mietfläche
und Abfindungen im Rahmen von Restrukturierungen
werden in den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen und
Erträgen ausgewiesen. Die Entwicklung der zugehörigen
Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:
Abfindungsleistungen im Jahr 2003 beruhen bei der Mehrzahl der betroffenen SAP-Gesellschaften auf einmaligen Abfindungs - plänen und wurden gemäß SFAS 146 bilanziert. Abfindungsleistungen in den Jahren 2002 und 2001 wurden nach den Regelungen von SFAS 112 „Employers’ Accounting for Postemployment Benefits“ bzw. EITF 94-3 bilanziert und entfielen auf 758 (2002: 322) Mitarbeiter. Die Rückstellung wurde zu dem Zeitpunkt gebildet, zu dem der Eintritt der Verpflichtung wahrscheinlich wurde und der Erfüllungsbetrag verlässlich geschätzt werden konnte.
Rückstellungen für unbenutzte Mietflächen resultieren im Wesentlichen aus künftigen Mietzahlungen für unbenutzte Mietflächen. Diese sind bedingt durch langfristige Mietverträge, für die das Unternehmen künftig keine Verwendung hat. Aus diesem Grund sind Rückstellungen in Übereinstimmung mit SFAS 146 und EITF 94-3 für die Jahre 2003 und 2002 gebildet worden. Die unbenutzten Mietflächen resultieren im Wesentlichen aus der Reduzierung von Überkapazitäten in dem Segment „Schulung“.
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